Ratgeber Werbung

Facebook- & Instagram-Werbung schalten: Anleitung im Werbeanzeigenmanager

Vom Werbekonto bis zur ersten Anfrage: So richtest Du eine Kampagne im Meta-Werbeanzeigenmanager Schritt für Schritt ein, und diese Fehler solltest Du dabei vermeiden.

Aktualisiert am 17. September 2026 · Lesezeit ca. 6 Minuten · Von Florian Knoll, NextDIGI

Inhalt
Florian Knoll von NextDIGI in Plauen
Florian Knoll
Marketing- & Digitalberater aus Plauen

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Kurz gesagt

Instagram- und Facebook-Werbung läuft über den Meta-Werbeanzeigenmanager. Der Ablauf: Business-Portfolio und Werbekonto anlegen, Kampagnenziel wählen, in der Anzeigengruppe Zielgruppe, Region und Budget festlegen und zuletzt die Anzeige mit Bild oder Video und Text erstellen. Wer Anfragen will, sollte nicht einfach Beiträge hervorheben.

Vorbereitung: Was Du brauchst

  • Eine Facebook-Seite und, wenn gewünscht, ein verknüpftes Instagram-Unternehmenskonto
  • Ein Business-Portfolio in der Meta Business Suite
  • Ein Werbekonto mit hinterlegter Zahlungsmethode
  • Optional das Meta-Pixel auf Deiner Website, um Anfragen zu messen, nur mit Einwilligung über das Cookie-Banner
  • Bilder oder Videos und ein klares Angebot

Business-Portfolio und Werbekonto einrichten

  • Meta Business Suite öffnen unter business.facebook.com und ein Business-Portfolio mit Firmennamen anlegen.
  • Facebook-Seite hinzufügen und das Instagram-Unternehmenskonto verknüpfen.
  • Werbekonto erstellen und dabei Land, Währung und Zeitzone sorgfältig wählen.
  • Zahlungsmethode hinterlegen, zum Beispiel Kreditkarte oder PayPal.
  • Personen und Rechte vergeben: Nur wer wirklich Anzeigen erstellt, braucht vollen Zugriff.
  • Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren, damit niemand Fremdes Dein Werbekonto missbraucht.
Tipp

Währung und Zeitzone des Werbekontos lassen sich später nur umständlich ändern. Stelle beides gleich auf Euro und die deutsche Zeitzone ein.

Schritt 1: Hervorheben oder Werbeanzeigenmanager?

Beitrag hervorhebenWerbeanzeigenmanager
EinrichtungZwei Klicks in der AppEtwas mehr Aufwand
ZieleVor allem Reichweite und InteraktionAlle Ziele, auch Leads und Umsatz
Zielgruppen und TestsEingeschränktUmfangreich
Geeignet fürSichtbarkeit einzelner BeiträgeAnfragen, Bewerbungen, Verkauf

Schritt 2: Kampagnenziel wählen

Im Werbeanzeigenmanager legst Du zuerst das Ziel fest. Meta optimiert die Ausspielung genau darauf:

  • Bekanntheit: möglichst viele Menschen erreichen
  • Traffic: Besucher auf Deine Website bringen
  • Interaktion: Likes, Kommentare, Nachrichten
  • Leads: Kontaktdaten über ein Formular direkt in Facebook oder Instagram oder auf Deiner Website
  • App-Promotion und Umsatz für Apps und Online-Shops

Für die meisten regionalen Betriebe ist Leads das richtige Ziel.

Schritt 3: Anzeigengruppe einrichten

  • Standort: Ort oder Umkreis, in dem Deine Kunden wohnen, zum Beispiel 30 km um Plauen
  • Zielgruppe: Alter und gegebenenfalls Interessen. Oft funktioniert die automatische Zielgruppe von Meta gut, wenn Anzeige und Angebot klar sind.
  • Platzierungen: Automatisch lassen oder gezielt Facebook- und Instagram-Feeds, Stories und Reels wählen
  • Budget: Tagesbudget oder Laufzeitbudget. Für aussagekräftige Ergebnisse sind meist 10 bis 20 € pro Tag sinnvoll.
Sonderkategorien beachten

Für Anzeigen zu Stellenangeboten, Wohnraum, Krediten sowie politischen oder gesellschaftlichen Themen gelten bei Meta besondere Regeln, teils mit eingeschränkten Zielgruppen-Optionen. Prüfe vor dem Start, ob Deine Anzeige in eine dieser Kategorien fällt.

Schritt 4: Die Anzeige erstellen

  • Format: Einzelbild, Video oder Karussell. Kurze Hochformat-Videos funktionieren in Reels und Stories oft am besten.
  • Erster Satz: Spricht die Zielgruppe direkt an, zum Beispiel „Hausbesitzer im Vogtland aufgepasst“.
  • Angebot: Konkret und mit Nutzen, etwa ein kostenloser Vor-Ort-Check.
  • Handlungsaufforderung: Ein klarer Button wie „Jetzt anfragen“.
  • Echte Bilder von Team, Betrieb und Projekten schlagen Stockfotos.
Nach dem Start

Nach dem Veröffentlichen prüft Meta die Anzeige, meist innerhalb von 24 Stunden. Danach braucht die Kampagne einige Tage, um zu lernen. Nicht täglich ändern, sondern nach etwa einer Woche anhand der Kosten pro Anfrage bewerten.

Schritt 5: Das Lead-Formular

Mit dem Ziel „Leads“ kannst Du ein Formular direkt in Facebook oder Instagram anzeigen. Interessenten müssen Deine App nicht verlassen, Name und Kontaktdaten sind oft schon vorausgefüllt. Damit daraus gute Anfragen werden:

  • Wenige Felder: Name, Telefon oder E-Mail und eine kurze Frage zum Anliegen reichen meist.
  • Eine Frage mit Auswahl: Zum Beispiel „Wann soll das Projekt starten?“. Das filtert unpassende Anfragen.
  • Datenschutzerklärung verlinken: Meta verlangt einen Link zu Deiner Datenschutzerklärung.
  • Abschlussseite nutzen: Sag, wie es weitergeht, und biete einen Button zum Anrufen oder zu Deiner Website an.
  • Schnell reagieren: Lass Dich sofort benachrichtigen. Wer innerhalb weniger Stunden anruft, erreicht die Interessenten deutlich besser.

Schritt 6: Auswerten und verbessern

Im Werbeanzeigenmanager siehst Du viele Zahlen. Für regionale Betriebe zählen vor allem diese:

KennzahlWas sie verrät
Kosten pro LeadWas Dich eine Anfrage kostet, die wichtigste Zahl
Link-Klickrate (CTR)Wie gut Bild und Text die Zielgruppe ansprechen
FrequenzWie oft dieselbe Person Deine Anzeige im Schnitt gesehen hat. Steigt sie stark, brauchst Du neue Motive.
Kosten pro 1.000 Einblendungen (CPM)Wie teuer die Reichweite in Deiner Zielgruppe gerade ist
AbschlüsseWie viele Anfragen zu Aufträgen wurden. Das musst Du selbst notieren.

Teste immer nur eine Änderung auf einmal, zum Beispiel ein neues Bild oder einen anderen ersten Satz. Sonst weißt Du nicht, was den Unterschied gemacht hat.

Wenn eine Anzeige abgelehnt wird

Häufiger Grund: Die Anzeige spricht persönliche Merkmale direkt an, etwa „Hast Du Rückenschmerzen?“. Besser ist eine neutrale Formulierung wie „Hilfe bei Rückenschmerzen in Plauen“. Die Begründung steht im Werbeanzeigenmanager, dort kannst Du die Anzeige anpassen oder eine erneute Prüfung anfordern.

Beispiel: So könnte eine Kampagne aussehen

Damit die Schritte greifbar werden, hier ein vereinfachtes Beispiel für einen Handwerksbetrieb, der mehr Anfragen für Badsanierungen möchte:

EinstellungBeispiel
KampagnenzielLeads mit Formular direkt in Facebook und Instagram
Region25 km um den Firmensitz
Budget15 € pro Tag, zunächst für 4 Wochen
MotiveVorher-nachher-Fotos, kurzes Video vom Team, Foto eines fertigen Bads
AngebotKostenloser Beratungstermin vor Ort
FormularName, Telefon und Frage nach dem gewünschten Zeitraum
Nach einer WocheMotiv mit den niedrigsten Kosten pro Lead behalten, die anderen ersetzen

Die 6 häufigsten Fehler

FehlerBesser
Nur Beiträge hervorhebenKampagne mit Ziel „Leads“
Zu kleiner oder zu großer UmkreisDas realistische Einzugsgebiet wählen
Kein konkretes AngebotKlarer Anlass zum Handeln
Zu früh abgebrochenMindestens eine Woche laufen lassen
Anfragen landen irgendwoSofortige Weiterleitung per Mail oder WhatsApp
Keine MessungKosten pro Anfrage und Abschlüsse notieren

Welches Budget sinnvoll ist, zeigt Was kostet Werbung auf Google, Facebook & Instagram? Du willst es lieber abgeben? Facebook- & Instagram-Werbung schalten lassen.

Beispiele für Kampagnen in Deiner Branche: Handwerk, Gastronomie, Einzelhandel und Steuerberater.

Florian Knoll
Florian Knoll

Marketing- und Digitalberater aus Plauen. Betreut Kampagnen für Betriebe wie Möbel Lenk (35 Anfragen in drei Wochen), Holzwelten Schlosser (34 Anfragen) und die Steuerkanzlei Schulze (13 Bewerbungen in zwei Wochen).

Häufige Fragen zu Facebook- und Instagram-Werbung

Direkt in der Instagram-App kannst Du Beiträge hervorheben. Für richtige Kampagnen im Werbeanzeigenmanager brauchst Du eine Facebook-Seite beziehungsweise ein Business-Portfolio bei Meta.

Technisch ab etwa 1 € pro Tag. Sinnvoll sind für regionale Kampagnen meist 10 bis 20 € pro Tag. Details im Artikel zu Werbekosten.

Unter adsmanager.facebook.com oder über die Meta Business Suite im Menüpunkt Werbeanzeigenmanager.

In der Regel weniger als 24 Stunden, manchmal auch länger.

Für Kampagnen mit Formular direkt in Facebook oder Instagram nicht zwingend. Sollen Anfragen auf Deiner Website gemessen werden, ja, und nur mit Einwilligung der Besucher.

Meist verstößt sie gegen eine Werberichtlinie, zum Beispiel durch direkte Ansprache persönlicher Merkmale oder zu viele Versprechen. Die Begründung findest Du im Werbeanzeigenmanager.

Sobald die Frequenz steigt und die Kosten pro Anfrage zunehmen. Bei kleinen regionalen Zielgruppen ist das oft nach einigen Wochen der Fall.

In der Meta Business Suite unter den Formularen beziehungsweise im Bereich für Leads. Praktischer ist eine automatische Weiterleitung per E-Mail oder an Dein Kundenverwaltungs-Tool.

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