Das frühere Google My Business ist für viele Betriebe der wichtigste Weg zu neuen Kunden aus der Region. So richtest Du Dein Profil so ein, dass es in der Karte erscheint und Anrufe bringt.
Aktualisiert am 17. September 2026 · Lesezeit ca. 7 Minuten · Von Florian Knoll, NextDIGI

Soll ich mir Dein Google-Profil ansehen? Ich sage Dir, was die größten Hebel sind.
Kostenlos anfragenoder per WhatsApp schreibenEin starkes Google-Unternehmensprofil hat die richtige Hauptkategorie, vollständige Angaben, aktuelle echte Fotos, regelmäßige Beiträge und vor allem laufend neue Bewertungen mit Antworten. Die Kategorie und die Bewertungen haben dabei den größten Einfluss.
Falls Du noch kein Profil hast oder nicht sicher bist, ob Dir Dein Eintrag gehört, gehst Du so vor:
Nimm das Video bei Tageslicht auf und zeig in einem Zug: Straße oder Gebäude, Firmenschild und Arbeitsbereich. Wenn Du mehrmals etwas Wichtiges wie Name oder Adresse änderst, kann Google eine neue Bestätigung verlangen.
| Bereich | Worauf achten |
|---|---|
| Firmenname | Genau wie im echten Leben, ohne zusätzliche Suchbegriffe |
| Hauptkategorie | So spezifisch wie möglich, z. B. „Dachdecker“ statt „Bauunternehmen“ |
| Weitere Kategorien | Nur Leistungen, die Du wirklich anbietest |
| Adresse oder Einzugsgebiet | Bei Außendienst-Betrieben das Einzugsgebiet angeben |
| Öffnungszeiten | Aktuell halten, inklusive Feiertage und Urlaub |
| Telefon und Website | Identisch mit Deiner Website |
| Leistungen und Produkte | Mit kurzer Beschreibung und, wenn möglich, Preisrahmen |
| Beschreibung | Was Du machst, für wen und wo, natürlich formuliert |
Für die Beschreibung hast Du bis zu 750 Zeichen. Sichtbar sind oft nur die ersten Zeilen, deshalb gehört das Wichtigste nach vorn: Was machst Du, für wen und wo? Links, Rabattaktionen oder Preise haben in der Beschreibung nichts zu suchen.
„Dachdeckerei Müller aus Plauen: Wir decken, dämmen und sanieren Dächer für Eigenheime und Gewerbe im Vogtland und im Raum Zwickau. Ob Steildach, Flachdach oder Dachfenster: Du bekommst zuerst einen Termin vor Ort und danach ein verbindliches Angebot. Unser Team arbeitet sauber, hält Termine ein und räumt nach der Baustelle auf. Meisterbetrieb und Mitglied der Dachdecker-Innung. Bei Sturmschäden helfen wir schnell.“
Viele Profile lassen diese Bereiche leer und verschenken Sichtbarkeit. Trage jede wichtige Leistung einzeln ein, am besten mit ein bis zwei Sätzen Beschreibung. So kann Google Dein Profil auch bei Suchen nach einer bestimmten Leistung anzeigen, etwa „Dachfenster einbauen Plauen“.
Unter den Merkmalen findest Du je nach Kategorie Angaben wie barrierefreier Eingang, Online-Termine oder Zahlungsarten. Setze alles, was zutrifft. Diese Angaben helfen Kunden bei der Auswahl und fließen in die Antworten ein, die Google automatisch erstellt.
Profile mit aktuellen Fotos wirken vertrauenswürdiger und bekommen mehr Klicks. Lade regelmäßig neue Bilder hoch:
Stockfotos helfen hier nicht. Gute Handyfotos reichen völlig.
Bewertungen kaufen, Gegenleistungen für Bewertungen anbieten oder nur zufriedene Kunden gezielt herausfiltern ist nach den Google-Richtlinien nicht erlaubt und kann zur Sperrung von Bewertungen führen. In Deutschland können gekaufte Bewertungen außerdem wettbewerbswidrig sein.
Antworte auf jede Bewertung, auch auf die guten. Bei negativen Bewertungen: sachlich bleiben, bedanken, Lösung anbieten und die Klärung möglichst ins persönliche Gespräch verlagern. Andere Kunden lesen mit und achten genau darauf, wie Du reagierst.
Du findest den Bewertungslink in Deinem Profil unter „Nach Rezensionen fragen“. Speichere ihn als Kurznachricht auf dem Handy, dann ist er nach jedem Auftrag mit zwei Klicks verschickt.
| Fehler | Besser |
|---|---|
| Suchbegriffe im Firmennamen, z. B. „Müller Dachdecker Plauen günstig“ | Nur den echten Namen verwenden, sonst droht die Sperrung des Profils |
| Doppelte Profile für denselben Standort | Duplikate über Google melden und zusammenführen lassen |
| Postfach oder virtuelles Büro als Adresse | Nur echte Standorte, sonst Einzugsgebiet angeben |
| Zu allgemeine oder zu viele Kategorien | Eine genaue Hauptkategorie und nur passende weitere |
| Veraltete Öffnungszeiten an Feiertagen | Sonderöffnungszeiten rechtzeitig eintragen |
| Profil einmal angelegt und dann vergessen | Feste monatliche Routine für Fotos, Beitrag und Bewertungen |
Unter „Leistung“ zeigt Google, was Dein Profil bringt. Diese Zahlen sind am aussagekräftigsten:
Vergleiche die Zahlen immer mit demselben Zeitraum im Vorjahr, denn viele Branchen schwanken stark mit der Saison.
Google hat den Bereich „Fragen und Antworten“ aus den Unternehmensprofilen entfernt. Fragen von Nutzern beantwortet Google zunehmend automatisch mit KI, auf Basis Deiner Profilangaben, Deiner Website und der Bewertungen. Umso wichtiger ist, dass diese Angaben vollständig und aktuell sind.
Das Profil ist eine von drei Säulen für regionale Sichtbarkeit. Die anderen erklärt Lokales SEO. Wie ich Betriebe dabei unterstütze: Google Werbung.
Wie Google-Profil, Website und Werbung zusammenspielen, zeigen die Branchenseiten: Marketing für Handwerker und Marketing für Gastronomie.

Marketing- und Digitalberater aus Plauen. Richtet Google-Unternehmensprofile für regionale Betriebe ein und pflegt sie, etwa für die Steuerkanzlei Schulze in Plauen.
Ja. Einrichtung und Pflege des Profils kosten bei Google nichts. Kosten entstehen nur, wenn Du zusätzlich Anzeigen schaltest oder die Pflege abgibst.
Keiner. Google My Business wurde in Google-Unternehmensprofil umbenannt. Die Funktionen sind im Wesentlichen gleich geblieben.
Nur, wenn sie gegen die Google-Richtlinien verstoßen, etwa bei Beleidigungen oder Fake-Bewertungen. Dann kannst Du sie im Profil melden. Ansonsten hilft eine sachliche Antwort.
Häufige Gründe sind eine unpassende Hauptkategorie, fehlende Bestätigung, wenige Bewertungen oder starke Konkurrenz in der Nähe.
Einmal im Monat einen Beitrag und neue Fotos, laufend auf Bewertungen antworten und Öffnungszeiten aktuell halten.
Oft wenige Tage, manchmal länger, wenn Google Unterlagen oder ein weiteres Video anfordert. Bis dahin ist das Profil nicht oder nur eingeschränkt sichtbar.
Ja. Betriebe, die beim Kunden arbeiten, geben ein Einzugsgebiet an und blenden ihre Adresse aus. Für die Bestätigung brauchst Du trotzdem eine echte Anschrift.
Ja, für jeden echten Standort mit Personal und festen Zeiten ein eigenes Profil. Reine Postadressen oder Lagerräume ohne Kundenkontakt zählen nicht.
Ich schaue mir Dein Profil an und zeige Dir die drei Stellschrauben, die bei Dir am meisten bringen.
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