Ratgeber Werbung

Was kostet Werbung auf Google, Facebook & Instagram?

Welches Budget Du realistisch brauchst, wie die Plattformen abrechnen, was eine Anfrage kostet und welche Kosten neben dem Werbebudget dazukommen.

Aktualisiert am 17. September 2026 · Lesezeit ca. 7 Minuten · Von Florian Knoll, NextDIGI

Inhalt
Florian Knoll von NextDIGI in Plauen
Florian Knoll
Marketing- & Digitalberater aus Plauen

Welches Budget passt zu Deinem Betrieb? In 15 Minuten bekommst Du eine ehrliche Einschätzung.

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Kurz gesagt

Für regionale Kampagnen sind ab etwa 300 bis 500 € Werbebudget im Monat sinnvoll, egal ob Google oder Facebook und Instagram. Google Ads rechnet pro Klick ab, Meta meist pro 1.000 Einblendungen. Entscheidend ist am Ende nicht das Budget, sondern was eine Anfrage kostet.

So rechnen Google, Facebook und Instagram ab

Beide Systeme funktionieren wie eine Auktion: Du legst ein Budget fest, und die Plattform spielt Deine Anzeigen aus, solange es reicht. Der Unterschied liegt darin, wofür Du bezahlst.

Google AdsFacebook & Instagram
AbrechnungPro Klick (CPC)Meist pro 1.000 Einblendungen (CPM)
Wen Du erreichstMenschen, die gerade suchenMenschen, die zu Deiner Zielgruppe passen, bevor sie suchen
Typische Kostenca. 0,50 bis 5 € pro Klick, in umkämpften Branchen deutlich mehrca. 5 bis 15 € pro 1.000 Einblendungen
Mindestbudgetkein festes Minimumtechnisch ab ca. 1 € pro Tag
Gut geeignet fürKonkrete Nachfrage, z. B. „Dachdecker Plauen“Bedarf wecken, Aktionen, Mitarbeitersuche
Hinweis

Alle Werte sind Erfahrungswerte für den deutschen Markt. Je nach Branche, Region und Wettbewerb können sie deutlich abweichen.

Welches Budget ist sinnvoll?

Technisch kannst Du mit wenigen Euro starten. Damit die Plattformen aber genug Daten sammeln und Deine Anzeigen gezielt ausspielen können, braucht es ein gewisses Volumen.

  • Regionale Kampagne (z. B. Handwerk, Praxis, Gastronomie): meist ab ca. 300 bis 500 € im Monat
  • Mehrere Leistungen oder größeres Einzugsgebiet: ca. 500 bis 1.500 € im Monat
  • Bundesweit oder sehr umkämpfte Branche: oft deutlich mehr

Was kostet eine Anfrage?

Die wichtigste Zahl ist nicht der Klickpreis, sondern der Preis pro Anfrage, auch Cost per Lead genannt. In der Praxis liegen regionale Kampagnen häufig zwischen etwa 5 und 50 € pro Anfrage. Wie viel eine Anfrage wert ist, hängt davon ab, was ein Auftrag für Dich bringt.

Rechenbeispiel

Werbebudget: 600 € im Monat
Kosten pro Anfrage: 20 € → 30 Anfragen

Davon werden 20 % zu Aufträgen: 6 Aufträge
Bei 3.000 € pro Auftrag: 18.000 € Umsatz aus 600 € Werbebudget.

Bei jeder Suche findet eine Auktion statt. Google entscheidet aber nicht nur nach dem höchsten Gebot, sondern auch nach der Qualität Deiner Anzeige. Dazu zählen die erwartete Klickrate, wie gut die Anzeige zur Suche passt und wie hilfreich die Seite nach dem Klick ist. Eine gute Anzeige kann deshalb weiter oben stehen und trotzdem weniger pro Klick kosten als ein Mitbewerber mit höherem Gebot.

Du zahlst meist nicht Dein maximales Gebot, sondern nur so viel, wie nötig ist, um die Anzeige hinter Dir zu schlagen.

Gut zu wissen

An einzelnen Tagen kann Google bis zum Doppelten Deines Tagesbudgets ausgeben, wenn viel gesucht wird. Über den Monat gerechnet überschreitet Google das Tagesbudget mal 30,4 aber nicht.

Facebook und Instagram: Warum die Kosten schwanken

Bei Meta zahlst Du für Aufmerksamkeit in einem Feed, in dem viele Werbetreibende gleichzeitig um dieselben Menschen konkurrieren. Die Preise verändern sich deshalb im Jahresverlauf und je nach Kampagne:

  • Saison: Vor Weihnachten und rund um große Rabattaktionen werben mehr Unternehmen, die Preise pro 1.000 Einblendungen steigen.
  • Größe der Zielgruppe: Ein sehr kleines Gebiet oder eng eingegrenzte Interessen machen die Auslieferung teurer.
  • Lernphase: Nach dem Start oder größeren Änderungen sammelt Meta erst Daten. In dieser Zeit sind die Kosten oft höher.
  • Werbemüdigkeit: Sieht dieselbe Zielgruppe eine Anzeige zu oft, sinkt die Wirkung und die Kosten pro Anfrage steigen. Neue Motive helfen.

Budget planen in 4 Schritten

  • Auftragswert kennen: Was bringt ein durchschnittlicher Auftrag an Umsatz?
  • Abschlussquote schätzen: Wie viele von 10 Anfragen werden zu Aufträgen?
  • Grenze berechnen: Wie viel darf eine Anfrage höchstens kosten, damit es sich rechnet?
  • Testen und auswerten: 4 bis 8 Wochen mit festem Budget laufen lassen, dann anhand echter Zahlen erhöhen oder umbauen.
Rechenbeispiel: Was darf eine Anfrage kosten?

Ein Auftrag bringt im Schnitt 2.000 € Umsatz. Jede vierte Anfrage wird zum Auftrag. Eine Anfrage ist damit rechnerisch 500 € Umsatz wert. Willst Du höchstens 10 % des Umsatzes für Werbung ausgeben, darf eine Anfrage bis zu 50 € kosten.

Wovon die Kosten abhängen

  • Branche und Wettbewerb: Wo viele Betriebe werben, steigen die Preise.
  • Region und Zielgruppe: Ein kleines Einzugsgebiet ist günstiger, aber begrenzt.
  • Qualität der Anzeige: Gute Texte und Motive senken die Kosten pro Klick und Anfrage.
  • Der Weg nach dem Klick: Eine klare Landingpage oder ein kurzes Formular entscheidet, ob aus Klicks Anfragen werden.

Kosten neben dem Werbebudget

Das Werbebudget geht direkt an Google oder Meta. Dazu kommen je nach Umsetzung weitere Posten:

  • Einrichtung: Werbekonto, Tracking, Zielgruppen, erste Anzeigen
  • Motive und Texte: Fotos, Videos, Anzeigentexte
  • Landingpage oder Formular, falls noch nicht vorhanden
  • Betreuung: laufende Optimierung und Auswertung, bei Agenturen meist als Monatspauschale

Google oder Facebook und Instagram?

Suchen Deine Kunden aktiv nach Deiner Leistung, etwa „Küchenmontage Plauen“, ist Google meist der direktere Weg. Muss der Bedarf erst geweckt werden, oder willst Du Aktionen, Veranstaltungen oder neue Mitarbeiter bewerben, sind Facebook und Instagram oft stärker. Viele Betriebe kombinieren beides.

Mehr dazu: Facebook- und Instagram-Werbung schalten lassen und Google Werbung.

Typische Fehler, die Budget verbrennen

FehlerBesser
Google zeigt Anzeigen auch bei unpassenden SuchenSuchbegriffe regelmäßig prüfen und unpassende ausschließen
Standortoption erreicht Menschen außerhalb der RegionBei regionalen Kampagnen nur Personen am Standort ansprechen
Alle Anzeigen führen auf die StartseitePassende Leistungsseite oder Landingpage verlinken
Keine Messung von AnfragenAnrufe und Formulare als Conversions erfassen
Kleines Budget auf viele Kampagnen verteiltMit einer Kampagne starten und erst dann ausbauen
Nach zwei Tagen alles geändertLernphase abwarten, dann auf Basis von Zahlen entscheiden

Wie Werbung in Deiner Branche aussehen kann: Handwerk, Gastronomie, Einzelhandel und Steuerberater.

Florian Knoll
Florian Knoll

Marketing- und Digitalberater aus Plauen. Vor NextDIGI in Beratung und Verkauf im Baustoffhandel. Betreut Kampagnen für Betriebe wie Möbel Lenk (35 Anfragen in drei Wochen) und Holzwelten Schlosser.

Häufige Fragen zu Werbekosten

Das legst Du selbst fest. Für regionale Kampagnen sind meist ab etwa 300 bis 500 € Werbebudget im Monat sinnvoll. Dazu kommen gegebenenfalls Kosten für Einrichtung und Betreuung.

Technisch ab etwa 1 € pro Tag. Damit eine Kampagne aussagekräftige Ergebnisse liefert, sind in der Regel eher 10 bis 20 € pro Tag sinnvoll.

Instagram-Anzeigen laufen über den Werbeanzeigenmanager von Meta und kosten dasselbe wie Facebook-Werbung. Du kannst beide Plattformen in einer Kampagne kombinieren.

Ja, wenn Kosten pro Anfrage und Wert eines Auftrags zueinander passen. Schon wenige zusätzliche Aufträge im Monat können ein kleines Budget deutlich übertreffen.

Das Werbebudget selbst wird meist nicht gefördert. Für Beratungsleistungen, etwa die Strategie hinter Deinen Kampagnen, sind aber Zuschüsse von bis zu 80 % möglich.

Google-Anzeigen können schon am ersten Tag Klicks bringen. Aussagekräftige Zahlen zu Kosten pro Anfrage hast Du bei beiden Plattformen meist nach 2 bis 4 Wochen.

Häufige Gründe sind starke Konkurrenz, allgemeine Suchbegriffe und eine geringe Anzeigenqualität. Pass Anzeige und Zielseite besser zur Suche an und schließe unpassende Suchbegriffe aus.

Ja. Bei Google und Meta gibt es keine Mindestlaufzeit. Du kannst Budgets jederzeit anpassen oder Kampagnen pausieren. Große Sprünge lösen aber oft eine neue Lernphase aus.

Welches Budget passt zu Deinem Betrieb?

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