Ratgeber Website

WordPress oder Wix: Was passt zu Deinem Betrieb?

Baukasten oder WordPress? Ein ehrlicher Vergleich von Kosten, Aufwand, Gestaltung und Google-Sichtbarkeit, damit Du die richtige Entscheidung für Deine Website triffst.

Aktualisiert am 17. September 2026 · Lesezeit ca. 6 Minuten · Von Florian Knoll, NextDIGI

Inhalt
Florian Knoll von NextDIGI in Plauen
Florian Knoll
Marketing- & Digitalberater aus Plauen

Du willst Dich nicht selbst um Technik kümmern? In 15 Minuten klären wir, was für Deinen Betrieb Sinn ergibt.

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Kurz gesagt

Wix und andere Baukasten-Systeme eignen sich, wenn Du schnell und günstig selbst eine einfache Seite bauen willst. WordPress ist die bessere Wahl, wenn Deine Website langfristig Anfragen bringen, wachsen und bei Google gut gefunden werden soll, vor allem wenn jemand die Technik für Dich übernimmt.

Der Vergleich auf einen Blick

Wix (Baukasten)WordPress
EinstiegSehr einfach, per Drag and DropEtwas mehr Einarbeitung oder Umsetzung durch Profi
Laufende KostenMonatliches Abo inkl. HostingHosting und Wartung, Software selbst kostenlos
GestaltungVorlagen, begrenzt anpassbarNahezu unbegrenzt anpassbar
ErweiterungenApp-Markt, begrenztZehntausende Plugins, z. B. Buchung, Shop, Formulare
Google-SichtbarkeitGrundfunktionen vorhandenSehr umfangreiche Möglichkeiten
UnabhängigkeitSeite lässt sich kaum umziehenSeite gehört Dir, Anbieter frei wählbar

Wann ein Baukasten wie Wix sinnvoll ist

  • Du willst selbst bauen und hast Zeit dafür.
  • Du brauchst nur eine einfache Visitenkarte mit wenigen Seiten.
  • Das Budget ist sehr klein und die Website soll vor allem existieren.

Rechne aber Deine eigene Zeit mit ein: Aufbau, Texte, Bilder und Pflege dauern schnell viele Stunden.

Wann WordPress die bessere Wahl ist

  • Die Website soll Anfragen bringen und nicht nur existieren.
  • Du planst mehrere Leistungs- oder Regionalseiten, zum Beispiel für Google in verschiedenen Orten.
  • Du brauchst Funktionen wie Buchungskalender, Anfrageformulare mit Weiterleitung oder einen Karrierebereich.
  • Du willst unabhängig bleiben und die Seite jederzeit zu einem anderen Anbieter mitnehmen können.
Worauf Du bei WordPress achten musst

WordPress braucht regelmäßige Updates und Sicherungen. Wer das nicht selbst machen will, sollte es mit einer Betreuung absichern. Sonst entstehen Sicherheitslücken.

5 Fragen, die Dir die Entscheidung abnehmen

Beantworte diese Fragen ehrlich. Meist ist die Richtung danach klar:

  • Wer baut und pflegt die Seite? Du selbst, nebenbei am Abend? Oder soll das jemand für Dich übernehmen?
  • Wie groß wird die Seite in zwei Jahren? Bleibt es bei drei Seiten, oder kommen Leistungs-, Regional- und Karriereseiten dazu?
  • Welche Funktionen brauchst Du? Buchungskalender, Shop, Formulare mit Weiterleitung an Dein Postfach oder an andere Programme?
  • Wie wichtig ist Google? Sollen Kunden Dich über Suchen wie „Leistung plus Ort“ finden?
  • Wie wichtig ist Dir Unabhängigkeit? Willst Du Anbieter, Hosting oder Dienstleister später frei wechseln können?
Auswertung

Machst Du alles selbst, bleibt die Seite klein und spielt Google eine Nebenrolle, reicht ein Baukasten. Soll die Website wachsen, Anfragen bringen oder übernimmt ein Profi die Umsetzung, ist WordPress meist die bessere Wahl.

Was kostet was?

Bei Baukasten-Systemen zahlst Du ein monatliches Abo, das Hosting und Software enthält. Bei WordPress ist die Software kostenlos, dafür kommen Hosting, Domain und Wartung dazu. Wird die Seite professionell umgesetzt, entstehen einmalige Kosten für Konzept, Design und Texte.

Alle Richtwerte findest Du im Artikel Was kostet eine Website?

Andere Baukästen im Überblick

Wix ist nicht der einzige Baukasten. Für kleine Betriebe in Deutschland kommen vor allem diese Anbieter in Frage. Für alle gilt: einfacher Einstieg, aber die Seite bleibt an den Anbieter gebunden.

AnbieterBesonderheit
WixViele Vorlagen und Funktionen, sehr freie Gestaltung per Drag and Drop
JimdoAnbieter aus Hamburg, besonders einfach, dafür weniger Gestaltungsspielraum
IONOS MyWebsiteBaukasten des deutschen Hosters, oft zusammen mit Domain und E-Mail
SquarespaceAnbieter aus den USA, sehr hochwertige Design-Vorlagen

Datenschutz: Darauf musst Du bei beiden achten

Egal welches System: Impressum, Datenschutzerklärung und eine Cookie-Einwilligung für Statistik- oder Marketing-Tools brauchst Du immer. Die Unterschiede liegen im Detail:

  • Baukasten: Prüfe, wo der Anbieter Daten verarbeitet, und schließe den Vertrag zur Auftragsverarbeitung ab, den seriöse Anbieter bereitstellen.
  • WordPress: Wähle ein Hosting mit Servern in Deutschland oder der EU und achte bei Erweiterungen darauf, welche Daten sie an Dritte senden.
  • Schriftarten: Google Fonts sollten lokal eingebunden sein. Die direkte Einbindung über Google-Server wurde in Deutschland bereits abgemahnt.
  • Karten und Videos: Google Maps oder YouTube erst nach Zustimmung laden.

Von Wix zu WordPress wechseln: So läuft es ab

Ein Wechsel ist gut machbar, aber nicht per Knopfdruck. Wix-Seiten lassen sich nicht in ein anderes System exportieren. Mit einem klaren Ablauf gehen trotzdem weder Inhalte noch Google-Plätze verloren:

  • Bestand sichern: Alle Seitenadressen, Texte und Bilder erfassen, bevor irgendetwas abgeschaltet wird.
  • Neue Seite aufbauen und Inhalte dabei gleich verbessern, statt sie nur zu kopieren.
  • Weiterleitungen einrichten: Jede alte Adresse zeigt auf die passende neue Seite.
  • Domain umziehen: Eine bei Wix registrierte Domain lässt sich zu einem anderen Anbieter übertragen.
  • Nach dem Start prüfen: Sitemap in der Google Search Console einreichen und Fehlerseiten beobachten.

Die ausführliche Anleitung findest Du in der Website-Relaunch-Checkliste.

Zwei Beispiele, zwei richtige Entscheidungen

Es gibt keine Antwort, die für alle passt. Zwei erfundene, aber typische Fälle zeigen, wie unterschiedlich die beste Lösung aussehen kann:

Mobile Fußpflege, 1 PersonElektrobetrieb, 12 Mitarbeitende
ZielKontaktdaten und Leistungen zeigenAnfragen und Bewerbungen gewinnen
Umfang3 Seiten, selten geändertLeistungsseiten, Referenzen, Karriere, Regionalseiten
Wer pflegt?Die Inhaberin selbstDienstleister, kleine Änderungen im Betrieb
Passende LösungBaukastenWordPress

Beide Entscheidungen sind richtig. Teuer wird es nur, wenn der Elektrobetrieb mit einem Baukasten startet und nach zwei Jahren alles neu bauen muss, weil die Seite nicht mitwächst.

Unsere Empfehlung für regionale Betriebe

Für Handwerksbetriebe, Praxen, Händler und Dienstleister, die über ihre Website Kunden gewinnen wollen, ist WordPress mit professioneller Umsetzung und Betreuung meist die wirtschaftlichere Lösung. Die Seite wächst mit, lässt sich für Google optimieren und gehört Dir.

Wie gute Texte dafür aussehen, liest Du in Website-Texte schreiben, die verkaufen. Mehr zu meiner Arbeit: Webdesign.

Du willst von einem Baukasten auf WordPress wechseln? Worauf es dabei ankommt: Website-Relaunch ohne Google-Verluste.

Florian Knoll
Florian Knoll

Marketing- und Digitalberater aus Plauen. Setzt Websites für regionale Betriebe mit WordPress um, inklusive Texten, Technik und laufender Betreuung.

Häufige Fragen: WordPress oder Wix

Nein, Wix bietet die wichtigsten Grundfunktionen. Bei umfangreichen Seiten, vielen Unterseiten und technischen Feinheiten bietet WordPress aber deutlich mehr Möglichkeiten.

Ja, aber nicht automatisch. Inhalte müssen übertragen und alte Adressen per Weiterleitung umgeleitet werden, damit Google-Platzierungen erhalten bleiben.

Die Software ja. Für Hosting, Domain, eventuell Premium-Erweiterungen und Wartung fallen trotzdem Kosten an.

Ja. Mit einem Seitenbaukasten wie Elementor lassen sich Texte und Bilder nach einer kurzen Einweisung selbst ändern.

Beim Baukasten kümmert sich der Anbieter um Sicherheit. Bei WordPress ist das Deine Aufgabe oder die Deiner Betreuung. Mit regelmäßigen Updates und Sicherungen ist WordPress sehr sicher.

Nein, nicht in ein anderes System. Texte und Bilder musst Du beim Wechsel übertragen. Die Domain kannst Du dagegen zu einem anderen Anbieter mitnehmen.

Nein. Für die Einrichtung ist technisches Wissen hilfreich. Texte und Bilder änderst Du danach mit einem Seitenbaukasten wie Elementor ohne Programmierung.

Sehr. Laut der Statistikseite W3Techs läuft deutlich über ein Drittel aller Websites weltweit mit WordPress. Entsprechend groß ist die Auswahl an Dienstleistern und Erweiterungen.

Noch unsicher?

Ich sage Dir ehrlich, ob für Deinen Betrieb ein Baukasten reicht oder ob sich eine professionelle Website lohnt.